Deutschland bei Amerikanern beliebt
Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Frank Magid Associates im Auftrag der Deutschen Botschaft schätzen 48 Prozent der Amerikaner die Beziehung zu Deutschland als hervorragend oder gut ein.
Das ist der höchste Wert seit Beginn der Untersuchung im Jahr 2002. „Ich bin mehr als zufrieden“, kommentierte der deutsche Botschafter in Washington, Klaus Scharioth, die Ergebnisse auf einer Pressekonferenz. Nach dem Tiefpunkt im Jahr 2003 hat sich das Deutschlandbild der Amerikaner kontinuierlich verbessert.
Besonders bemerkenswert ist, dass sich eine steigende Anzahl an Amerikanern eine engere Zusammenarbeit bei der Bekämpfung globaler Probleme wünscht. 45 Prozent geben an, sie würden es begrüßen, wenn Deutschland und Amerika enger beim Kampf gegen den Klimawandel zusammenarbeiten würden. Unter der Gruppe der College-Studenten ist dieser Wunsch sogar noch stärker ausgeprägt. Der Studie zufolge wollen 61 Prozent der befragten Studenten, dass Deutschland und Amerika bei diesem Thema näher zusammenrücken. Ein Ergebnis, das Botschafter Klaus Scharioth nach Gesprächen mit College-Studenten in ganz Amerika nur bestätigen kann: „Es gibt kein Thema, welches mit Deutschland so eng verbunden wird und auf eine so positive Resonanz stößt, wie Fragen des Klimas und der Energieeffizienz.”
Differenzen gibt es hingegen bei der Wahrnehmung des deutschen Engagements in Afghanistan, den 47 Prozent der Amerikaner für unzureichend halten. Die politische Rolle Deutschlands wird hier für weniger gewichtig gehalten als noch im Jahr zuvor.
Internationaler Austausch und Tourismus sind offenbar ein wichtiger Faktor, der zur Verbesserung der Beziehungen führt. Über die Hälfte der Amerikaner, die Deutschland schon einmal besucht haben, geben an, ihr Bild von Deutschland hätte sich durch den Aufenthalt verbessert. Nur in acht Prozent der Fälle verschlechterte sich das Deutschlandbild durch einen Besuch.
Die Umfrage wurde unter 1.051 Amerikanern über 18 Jahren durchgeführt.
Die Studie steht als Download auf der Seite Germany.info zur Verfügung: Germany.Info | (PDF)
H. Muth









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