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Motivation und Commitment von Mitarbeitern ist gering

11 März 2009 2 Comments
Mitarbeiter ohne Bindung an das Unternehmen
Foto: picturecase.de, view7

Erschreckende Zahlen von Gallup: Stolze 90 Prozent der Mitarbeiter in Unternehmen fühlen sich ihrem Arbeitgeber nicht verbunden. Engagiert seien lediglich 13 Prozent der Arbeitnehmer, den so genannten “Dienst-nach-Vorschrift” üben 67 Prozent aus, während ein Fünftel bereits innerlich gekündigt hat.

Schwierige Zeiten für deutsche Unternehmen?

Schaut man sich die Zahlen im internationalen Vergleich an, so kommen wir schlecht weg. Großbritannien (20%) und USA (29%) sind uns bei der Verbundenheit zum Arbeitgeber weit voraus.

Dabei fehlt es nicht an Instrumenten zur Mitarbeiter-Motivation oder Unternehmenszielen, Visionen, nach denen sich das Unternehmen ausrichten möchte. Das Zusammenwirken der einzelnen Maßnahmen funktioniert nicht. Mitarbeitergespräch, 360 Grad Feedback, Zielvereinbarungen, Team- und Führungskräfteentwicklung werden nicht gut genug miteinander vernetzt und oftmals auch falsch implementiert.

Ein Beispiel dazu sind Zielvereinbarungen, die formalisiert und mit dem Bick auf einen Anwendungsfall ausgearbeitet und dann auf das ganze Unternehmen ausgerollt werden. Hier bemängeln Berater gerne das Gießkannenprinzip, mit dem alle erfasst werden, egal ob die Maßnahme im speziellen Fall gerade sinnvoll erscheint oder nicht. Die Berücksichtigung der jeweiligen Situation in den Bereichen kommt oftmals zu kurz und die angedachte Mitarbeitermotivation wird durch die gerade nicht angebrachte Maßnahme verfehlt.

Zurück zu Gallup und den schlechten Werten. Ist dies die Realität?

Schaut man auf die Zahlen von anderen Instituten, so relativiert sich das Bild. Andere Meinungsforscher legen abweichende Kriterien und Skalen zugrunde und deuten die Zahlen etwas freundlicher.

YouGov Psychonomics AG (2007): 31 % aktiv engagiert
Towers Perrin (2007): 21% hoch, 41% moderat engagiert

Quellen:
http://a.gd/4b7b45 (FAZ.NET)
http://a.gd/1aa4b2 (Towers Perrin)

2 Comments »

  • M.Müller said:

    Eventuell würden die Ergebnisse besser aussehen, wenn die Unternehmen auch hinter ihren Mitarbeitern stehen würden. Und das ist leider immer seltener der Fall. Die Geschäftsleitungen und Vorstände sind in vielen Firmen für die Mitarbeiter kaum mehr präsent. Dafür umso mehr etliche Beratungsfirmen, die scheinbar und z.T. faktisch die Entscheidungen treffen. Und mit ständiger Überwachung a la Wallmart, die auch hierzulande stark zugenommen hat, sowie Mangagementsystemen die nur dazu dienen den Druck ständig zu erhöhen gibt man doch den Mitarbeitern immer weniger Grund hinter dem Unternehmen zu stehen. Man kann nicht nur fordern, sondern muss auch geben! Eine schlichte Gleichung. Und zudem: wer seine Arbeit im Rahmen seiner Entlohnung entrichtet muss schließlich nicht ein Glaubensbekenntnis ablegen. Oder verstehen sich die heutigen Firmen als Sekten? Bei etlichen Führungsinstrumenten muss man das mittlerweile annehmen. Schönen Gruss von einer Arbeitnehmerin, die 7 Jahre lang in einem mittelständischen Unternehmen gezwungen wurde Arbeitpsychologische Verhaltenanpassung und Führungsanpassung mitzumachen und schließlich den Job wechselte aus Ethischen Gründen. Und meine Einstellung zur Firma hat mich nicht daran gehindet 120 % Leistung zu erbringen. Wenn die Führung wieder Verantwortung selbst übernimmt, die Mitarbeiter einbindet statt Beratungsfirmen und korrekt entlohnt, braucht man das ganze Durchleuchtungssystem nicht und die Mitarbeiter fühlen sich wieder mit ihren Unternehmen verbunden.

  • http://perfectessaywriter.com/ said:

    Great post! Thanks for information.