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Wahltag in NRW – die Stunde der Meinungsforscher

17 April 2005 No Comment

Wie Meinungsforscher NRW entdecken

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Wolfgang Pott schreibt in der Welt am Sonntag über Marktforschungsinstitute und deren Engagement vor der NRW Wahl. Die führenden Markt- und Meinungsforschungsinstitute in Deutschland haben entweder ihren Sitz in NRW, eine Tochtergesellschaft oder wenigstens eine Niederlassung.

Es geht um Image und nicht um Geld. Bei Emnid macht die Meinungsforschung auf dem Gebiet der Politik weniger als zehn Prozent des Umsatzes aus. “Es gibt in diesem Bereich wenige Klienten und es geht fast immer um dieselben Fragen.”

Vor gut 180 Jahren hat sich noch niemand darüber Gedanken gemacht, vor einer Wahl eine Umfrage zu initiieren um eine Wahlprognose zu erstellen. So weit geht die Geschichte der Meinungsforschung zurück. Am 24. Juli 1824 wurde in einer amerikanischen Zeitung ein Stimmungsbarometer zur Präsidentschaftswahl veröffentlicht. Doch tippte die Mehrzahl der über 500 Befragten damals auf den falschen Kandidaten. 1936 ging es genauer zu. George Horace Gallup hatte 2000 Menschen zu den Siegchancen des Kandidaten Roosevelt befragt, die exakt der Bevölkerungsstruktur der USA entsprachen. Am Ende sagte er den Sieg von Roosevelt voraus, was richtig war. Gallup gilt heute als Pionier.

Bei ihm bildete sich nach dem 2. Weltkrieg auch Karl-Georg Graf von Stackelberg weiter, der im November 1945 Emnid gegründet hatte. Er erstellte damals Dateien über den Verbleib von Flüchtlingen, indem er Interviewer zum ostwestfälischen Eisenbahnknotenpunkt nach Löhne schickte. Dort harrten mehrere tausend Flüchtlinge tagelang aus. Später beauftragte Konrad Adenauer Emnid mit der ersten politischen Meinungsforschung.

Quelle: Welt am Sonntag

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