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Schüchtern beim Kennenlernen

19 Mai 2005 No Comment

Eine aktuelle Gfk-Studie im Auftrag von Match.com zeigt, dass sich im Rollenverhalten nichts geändert hat: Bei der Kontaktaufnahme sind Frauen zurückhaltend. Auch nach 60 Jahren Emanzipation erwarten sie, dass das starke Geschlecht aktiv wird.

Die Mehrheit der Männer findet es gut, wenn eine Frau den ersten Schritt macht. Soweit die gute Nachricht für alle selbstbewussten Frauen – doch nun die schlechte: Mehr als die Hälfte der weiblichen Singles würden einen Mann nicht in der Öffentlichkeit ansprechen. Das hat eine unabhängige Gfk-Studie zum “Dating-Verhalten in Deutschland” ergeben, die von Match.com, der weltweiten Nummer eins im Online-Dating, in Auftrag gegeben wurde.

Dabei erachten es 88 Prozent der männlichen Befragten als “gesellschaftsfähig”, sich von Frauen in der Öffentlichkeit
ansprechen zu lassen, zwei Drittel fanden das sogar ausdrücklich gut. “Bei den deutschen Frauen ist diese Botschaft jedoch noch immer nicht angekommen” sagt Gesine Haag, Country Manager bei Match.com in Deutschland. “Sie denken mehrheitlich, es sei für weibliche Singles nach wie vor gesellschaftlich verpönt, den ersten Schritt zu tun. Weit verbreitet ist auch die Angst, das Objekt der Begierde könnte den Annäherungsversuch brüsk zurückweisen. Unsere Studie beweist
jedoch, dass es sich lohnt, ein wenig Mut aufzubringen und die Initiative zu ergreifen.” Immerhin bei jedem fünften Mann führte diese Strategie zum Erfolg und der Funke sprang über.

Auffällig: Viele Vorurteile beim Kennenlernen sind hauptsächlich in den Köpfen der Frauen verhaftet. Die Studie hat sowohl Männer als auch Frauen gefragt, warum Frauen immer noch nicht gleichberechtigt Kontakt aufnehmen. Hier waren die Geschlechter durchweg verschiedener Meinung. So glauben 46 Prozent der Frauen, dass interessante Singles es nicht nötig haben, selbst die Initiative zu ergreifen. Im Vergleich mit den Aussagen der Männer lässt sich das jedoch nicht bestätigen. Gleiches gilt für das Vorurteil, dass nur die Frauen den ersten Schritt tun, die verzweifelt auf der Suche sind. Ein Drittel der weiblichen Befragten waren dieser Meinung. Falsch – denn das nehmen nur zwölf Prozent der Männer so wahr.

Die Gesellschaft für Konsumforschung – GfK – hat im April 2005 rund 1.000 Männer und Frauen ab 14 Jahren in Deutschland befragt.

Quelle: Presseportal.de

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