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Rekordniveau bei Spenden für Tsunami-Opfer erreicht

6 April 2005 No Comment

643 Millionen Euro im Dezember und Januar – Erwachsene gaben im Schnitt 20,88 Euro

Die Spendenbereitschaft der Deutschen für die Betroffenen der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 in Südasien hat ein Rekordniveau erreicht. Einer Studie des Nürnberger Marktforschungsunternehmens GfK zu Folge wurden allein in den letzten fünf Tagen des alten Jahres 124 Millionen Euro an Hilfsorganisationen überwiesen. Weitere 519 Millionen Euro gingen im Januar 2005 ein. Das Spendenaufkommen im Dezember erreichte mit knapp 600 Millionen Euro fast die Hälfte der Gesamtsumme der zweiten Jahreshälfte von 1,3 Milliarden Euro, berichtete die GFK am Dienstag in Nürnberg.

In der Studie für den Deutschen Spendenrat wurde auch das regionale Spendenverhalten untersucht. Im Durchschnitt spendeten Erwachsene und Jugendliche in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres 20,88 Euro. Am gebefreudigsten waren die Bayern und Baden-Württemberger mit durchschnittlich 31,01 Euro. Mit 20,71 Euro folgte Nordrhein-Westfalen sowie das Länderterzett Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland mit 20,19 Euro. Weniger großzügig waren die Norddeutschen mit 15,95 Euro und der Osten einschließlich Berlin mit 12,79 Euro.

Beim Spenden legen sich die Deutschen der Studie zu Folge nicht gern im Voraus fest. Nur neun Prozent der Geldspenden wurden in den Monaten Juli bis November per Dauerauftrag überwiesen. Der Löwenanteil der Spenden geht mit 82 Prozent an Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände. 5,9 Prozent des Aufkommens erhalten Organisationen der Kultur- und Denkmalpflege. Umwelt- und Tierschutz- Initiativen bekommen 2,4 Prozent der Summe.

Weitere Ergebnisse der repräsentativen Stichprobe unter den 10 000 Teilnehmern der GfK-Erhebungen sollen am 11. April in Berlin vorgestellt werden.

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