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Politbarometer: Kapitalismusdebatte hilft SPD nicht im Wahlkampf

30 April 2005 No Comment

Mainz – Trotz grundsätzlicher Zustimmung zur Kapitalismuskritik von SPD-Chef Franz Müntefering verschlechtert sich die politische Stimmung für die Sozialdemokraten: Im ZDF-Politbarometer vom Freitag verlor die SPD in der politischen Stimmung drei Prozentpunkte und landete bei 28 Prozent. Die CDU/CSU verbesserte sich um einen Punkt und schaffte 48 Prozent. Die Grünen verbesserten sich um einen Punkt auf zehn Prozent, die FDP legte ebenfalls um einen Punkt zu und kam auf sechs Prozent. Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) rutschte nach seiner Anhörung im Visa-Untersuchungsausschuss in der Beliebtheitsskala weiter ab.

In der Sonntagsfrage, die auch längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie taktische Überlegungen der Wähler berücksichtigt, bauten Union und FDP ihren gemeinsamen Vorsprung weiter aus. Demnach kämen CDU/CSU bei einer Bundestagswahl nun auf 44 Prozent, ein Prozent mehr als vor zwei Wochen. Die SPD verlor einen Punkt und kam auf 30 Prozent. Bei den kleineren Parteien änderte sich nichts: Die Grünen erreichten neun Prozent, die FDP sechs Prozent, die PDS fünf Prozent und die sonstigen Parteien zusammen sechs Prozent.

Die Umfragen zum Politbarometer wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vorgenommen. Die Interviews wurden in der Zeit vom 26. bis 28. April 2005 unter 1285 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Fehlertoleranz bei den großen Parteien beträgt 2,7 Prozentpunkte, bei den kleineren 1,4 Prozentpunkte.

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