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Online Umfragen

1 Mai 2005 No Comment

Von Online-Befragungen und dem Lurker-Problem bei Incentivierten Online-Umfragen.

Aktuelle Online-Umfragen gewinnen immer mehr an Bedeutung, weil immer mehr Leute online sind und damit für Online Umfragen – sie es durch Marktforscher oder Websites-Betreiber erstellt – erreichbar.

Mit einer steigenden Anzahl von Umfragen die einem Internetuser als Online Umfrage präsentiert werden, sinkt die Bereitschaft an Online Umfragen teilzunehmen. Wer sich zudem als Panel-Mitglied freiwillig an Online Umfragen beteiligt, wird neuerdings immer schneller ausgescreent. Umfragen speziell zu einem Thema werden nicht mehr an zuvor ausgesuchte Stichproben eines Panels mit ähnlichen Interessensgebieten gesendet, sondern oft breit gestreut.

Dieses Screening am Anfang der Online Umfrage erhöht bei Personen, die Incentives erwerben wollen, oft den Hang zu einem Lurker-Verhalten. Lurker sind Personen die an einer Online Umfrage teilnehmen um Gratifikationen zu erhalten, ohne ein tatsächliches Interesse an der Umfrage zu haben. Sie umgehen gezielt die Screening-Fragen und antworten dann nur noch so, dass sie möglichst schnell an das Ende der Befragung gelangen.

Moderne Umfragesoftware und etwas methodisches Geschick vorausgesetzt, kann man solche Lurker gezielt identifizieren und von weiteren Online Umfragen ausschliessen. Dazu nutzt man Sach- und Kontrollfragen. Sachfragen betreffen den Hauptgegenstand der eigentlichen Untersuchung und diese werden mit Kontrollfragen verifiziert. Zu diesem Zweck wiederholt man eine wichtige Frage und formuliert sie zu diesem Zweck einfach um. Dies sollte geschickt gemacht werden, denn nicht selten brechen Befragte die Online-Umfragen ab, wenn diese eine Wiederholung bemerken.

Beispiel:
Sie starten ihre Online Umfragen mit einer Frage wie “Wie häufig sind Sie im Internet? [täglich/mehrmals die Woche/wöchentlich/seltener]” und fragen zum Schluss noch mal: “Sind Sie regelmäßig Online? [ja/nein/gelegentlich]”

Sicherlich ein blödes Beispiel einer Online-Umfrage, reicht aber zur Erläuterung des Prinzips aus.

Als weitere Tests kann – bei eingeschaltetem Javascript – eine Zeitmessung der Eingaben erfolgen. Damit kann nach Abschluss der Befragung ein kombinierter Check erfolgen und Personen die in den Online Umfragen weit schneller geklickt haben als der Durchschnitt – und eine/mehrere Kontrollfrage(n) falsch beantwortet haben von der Auswertung ausgeschlossen werden.

Technische Vorkehrungen die vor doppelter Teilnahme schützen, sollten ebenfalls genutzt werden um Online Umfragen vor einfachen Manipulationsversuchen zu schützen.

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