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GfK mit Gewinnwarnung

13 August 2005 No Comment

Die Aktie des Marktforschungsunternehmens GfK stürzt nach einer Gewinnwarnung ab. Problem mit Tochterunternehmen bereitem dem Marktforschungsunternehmen Probleme.

Die Britische und Schweizer Tochter machen der GfK derzeit nur wenig Freude. Die britische GfK Martin Hamblin und das eidgenössischen HA-GfK haben sich nicht we erwartet entwickelt. Dsher hat das Nürnberger Marktforschungsunternehmen die angestrebte Gewinnprognose für dieses Jahr um zehn Millionen Euro nach unten revidiert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde bisher mit rund 120 Millionen Euro angepeilt.

Die Hauptschuld träggt die Britische Tochter

Martin Hamblin lässt die GfK-Bilanz in einem schlechten Licht erscheinen. Das operative Ergebnis des Konzerns wird mit sieben Millionen Euro durch die Tochtergesellschaft belastet.

Auch mit der Schweizer Tochter IHA-GfK hat GfK eine Problem. Zwei wichtige Partner hat die Gesellschaft in den letzten Monaten verloren, nun bemüht man sich um eine Wiederaufnahme der Zusammenarbeit.

Die Gewinnwarnung reißt die Aktie von GfK tief nach unten. Sie verliert zeitweise zehn Prozent. Gegen Mittag notiert der GfK-Titel noch rund acht Prozent im Minus.

Da können auch passable Halbjahreszahlen nicht viel helfen. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres hat der Marktforscher 7,8 Prozent mehr Erlöse erzielt und den operativen Gewinn (Ebit) um 67 Prozent auf 59,2 Millionen Euro gesteigert. Dabei profitierte das Nürnberger Unternehmen besonders vom Verkauf einer Beteiligung in der Schweiz.

Ohne die britische WOP rechnet GfK im Gesamtjar 2005 mit einem Umsatzanstieg von fast sechs Prozent auf 719 Millionen Euro. Einschließlich WOP soll der Umsatz auf 900 Millionen Euro steigen. Nach der WOP-Übernahme ist die GfK die Nummer vier unter den weltweit größten Marktforschungsunternehmen. Die Integration von WOP kostet die Gfk rund 20 Millionen Euro.

Die GfK ist die bekannteste der deutschen Marktforschungsunternehmen. Die Nürnberger GfK untersucht weltweit das Verhalten von Konsumenten und berät Firmen in ihrer Marketingstrategie. Dabei erfassen die Forscher die Verkaufszahlen von Handys in China genauso wie die abendlichen Zuschauerzahlen der deutschen TV-Sender.

Quelle: GfK / ARD

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