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GameStar-Umfrage: Gewalt in Computerspielen

10 Juli 2005 No Comment

Befürworter und Gegner der Gewalttheorie stark gespalten / Ergebnisse aus der Fernsehforschung nicht ohne Weiteres
auf Video- und Computerspiele übertragbar / Positive Lerneffekte durch Computerspiele gewinnen an Bedeutung / Aktuelle
“GameStar”-Umfrage: Mehrheit der Spieler fühlt sich vor Gewaltinhalten sicher.

München, 4. Juli 2005 – Seit mehr als einem Jahrzehnt streiten
sich Wissenschaftler, ob und wie Gewalt in Computerspielen einen
Einfluss auf die Spieler ausübt. “GameStar” (Ausgabe 08/2005), die
große PC- Spielezeitschrift aus dem Münchner IDG Entertainment
Verlag, hat erstmals den aktuellen Stand der Forschung
zusammengetragen und die verschiedenen Expertenmeinungen
gegenüberstellt. Fazit: Computerspiele allein machen niemanden zum
Straftäter. Zwar kann Gewalt in PC-Spielen einen gewissen Effekt auf
den Spieler ausüben. Allerdings ist dieser gering und von vielen
weiteren Faktoren, wie Persönlichkeitsstruktur oder sozialem Umfeld,
abhängig.

Der aktuelle Report von “GameStar” verdeutlicht, dass es viele
verschiedene Meinungen und Forschungsansätze aber keine Einigkeit
rund um die Gewalttheorie in Computerspielen gibt. Ein Großteil der
Befürworter beruft sich auf Ergebnisse aus der Fernsehforschung, die
mittlerweile bewiesen haben will, dass Gewalt im Fernsehen messbare
Effekte auf das Aggressionsverhalten ausübt. Allerdings stützt sich
die Fernsehforschung auf Ergebnisse aus Langzeitstudien, die es im
Computerspiele-Bereich bislang nicht gibt. Christoph Klimmt, Doktor
für Medienmanagement am Institut für Journalistik und
Kommunikationsforschung Hannover, ist der Auffassung, dass die
Herangehensweise der Fernsehforschung für Computerspiele nur
teilweise geeignet ist. “Da sind viele Spezifika von Computerspielen
noch nicht enthalten”, argumentiert der Medienexperte.

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