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‘Capital’-Studie “Deutschlands 100 beste Schulen mit gymnasialer Oberstufe”

10 Juni 2005 No Comment

Köln – Das Gymnasium Achern, das Käthe-Kollwitz-Gymnasium
Halberstadt und die Gesamtschule Bonn-Beuel sind die drei besten
Schulen / Bayern und Nordrhein-Westfalen stellen mit 15 bzw. 16 die
meisten der Top-100-Schulen / Keine Schule aus Schleswig-Holstein
platziert / Klassen im Durchschnitt mit 27 Schülern / In 40 Prozent
der Klassenräume sind PCs vorhanden / Neun von zehn Schulen bereiten
durch Praktika auf Berufseinstieg vor

Trotz Pisa-Pleite und häufiger Lehrer-Schelte gibt es in
Deutschland viele Schulen, die ein erstklassiges Bildungsangebot
offerieren. Wie jetzt das Wirtschaftsmagazin ‘Capital’ (Ausgabe
13/2005, EVT 9. Juni) in Kooperation mit Microsoft Deutschland im
Rahmen einer umfangreichen Studie über die Qualität deutscher Schulen
herausfand, können die 100 besten Schulen im europäischen
Bildungswettbewerb durchaus mithalten und als Vorbild für engagierte
Ausbildung gelten. Grundlage dieses Rankings waren insgesamt 20
Kriterien in den vier Kategorien Schülerbetreuung, Ausstattung,
Kursangebot und Kommunikation
. Insgesamt wurden 3.480 Gymnasien,
Gesamt- und Waldorfschulen befragt, 575 Schulen antworteten.

Bei der vom Bonner Marktforschungsinstitut Europressedienst
durchgeführten Untersuchung schafften es das Gymnasium Achern,
das Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Halberstadt und die
Gesamtschule Bonn-Beuel mit einer Gesamtwertung von um 60 von 100
maximal erreichbaren Punkten auf die ersten drei Ränge. “Deutschland
hat sehr viele Schulen, die weitaus besser sind als ihr Ruf und die
vor allem auch im internationalen Vergleich sehr gut abschneiden”,
fasst der Chef des Europressedienstes, Michael Forst, die Ergebnisse
zusammen. Kaum bedeutend für die Qualität einer Schule scheint nach
der Studie auch zu sein, ob ein Schulgeld erhoben wird oder nicht,
denn von den Top-Ten-Gymnasien sind laut der ‘Capital’-Liste sechs
staatliche und vier private Anbieter.

Berufsvorbereitung für viele Schulen von großer Bedeutung

Wie die ‘Capital’-Studie zeigt, sitzen im Durchschnitt in einer
deutschen Schulklasse mit 27 Schülern zwar mehr als in den
Unterrichtsräumen anderer Länder, dafür ist aber das Bildungsangebot
insgesamt groß. So bieten laut der Untersuchung neun von zehn Schulen
Berufspraktika und zwei Drittel auch Bewerbungstrainings. Bei der
Vorbereitung in den Berufseinstieg könnten die Schulen nach Ansicht
des Chefs von Microsoft Deutschland, Jürgen Gallmann, “die
Teamfähigkeit der Schüler durch das Lernen in Gruppen noch besser
stärken”. Weiterhin verfügen 40 Prozent der Klassenräume zumindest über einen PC und an
gut einem Drittel der Schulen (36 Prozent) werden Fremdsprachen von
Muttersprachlern unterrichtet. Erstaunlich angesichts der teilweise
dünnen Personaldecke in den Lehrerkollegien und der öffentlichen
Diskussion erscheint das Ergebnis, dass im letzten Schuljahr bei den
untersuchten Schulen nur 3,6 Prozent der Unterrichtsstunden
ausgefallen sind.

Bayern und Nordrhein-Westfalen im Bildungswettbewerb vorn

Bayern und Nordrhein-Westfalen führen mit 15 bzw. 16 Schulen unter
den ‘Capital’-Top-100-Schulen die Hitliste der Bundesländer an. Auf
Platz drei findet sich mit zwölf Schulen Niedersachsen, dicht gefolgt
von Sachsen mit elf Schulen. Aus Schleswig-Holstein konnte sich keine
Schule unter den 100 Besten platzieren. Obwohl sich die
Kultusminister des Saarlandes, Sachsen-Anhalts und Thüringens gegen
die Befragung aussprachen, nahmen einige Schulen trotzdem teil.

“Dass selbst bei leeren öffentlichen Kassen Schulen erstklassiges
Lernmaterial zur Verfügung stellen können, zeigt das staatliche
Gymnasium Achern als Gesamtsieger vorbildhaft”, so
‘Capital’-Chefredakteur Kai Stepp. Mit großem Engagement kämpft
Schulleiter Paul Droll bei Ämtern und Unternehmen um Zuschüsse und
Sponsorengelder. In seiner Schule wird auf Kunst ebenso viel Wert
gelegt wie auf Deutsch oder Mathematik. Eine individuelle Betreuung
ebenfalls ohne Schulgeld bietet das zweitplatzierte
Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Halberstadt, wo Schüler schon früh auf
das Berufsleben vorbereitet werden. Schuldirektorin Christine
Schönefeld ermöglicht ihren Schülern ein Praktikum in der Chefetage
eines ihrer 90 Partnerunternehmen. Auch die drittplatzierte
Gesamtschule Bonn-Beuel bietet ihren Schülern eine breite
Lernpalette: Von der Theater-AG über Computerschulungen bis hin zum
Chinesisch-Unterricht reicht das Angebot, das Schulleiter Jürgen
Nimptsch und sein Kollegium verantworten.

Wer sich für Details zu den zehn besten Schulen der Studie
interessiert, kann diese im Internet unter www.capital.de/karriere
nachlesen.

Für Radiosender: O-Töne unter http://audio.medienkontor.de

Für Rückfragen:
Rudolf Kahlen, Redaktion ‘Capital’,
Tel. 0221/4908-271, E-Mail: kahlen.rudolf@capital.de
oder
Irene Nadler, Microsoft Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. 089/3176-5395, E-Mail: irenez@microsoft.com
oder
Tanja vom Feld, Europressedienst,
Tel. 0228/429 66-20, E-Mail: t.vomfeld@europressedienst.com

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